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Familienwochenende 2022 - Abenteuer auf dem Hohenloher Hof

Erfreulicherweise ist es uns in diesem Sommer gelungen unsere langjährige Tradition des Familienwochenendes nach pandemiebedingter Pause wieder aufleben zu lassen und so verbrachten wir mit 10 Familien und deren 17 Kindern im Altern von 8 Monaten bis 7 Jahren ein Wochenende auf dem Hohenloher Hof im Odenwald.

Für die inhaltliche Konzeption des Familienwochenendes war es für uns überaus hilfreich, dass wir finanziell durch die LEBERECHT-Stiftung unterstützt wurden. Somit konnten drei Familien die Teilnahme ermöglicht werden, für die die Finanzierung aus eigenen Mitteln nicht möglich gewesen wäre.

Besonders bereichert wurde das Wochenende durch die Teilnahme einer Familie, bei der der Vater selbst eine Hörschädigung hat und gebärdenkompetent ist. Bei gemeinsamen Unternehmungen, bei Spiel- und Bastelangeboten und bei gemütlichen Zusammenkünften am Abend, als die Kinder bereits schliefen, hatten die Eltern die Möglichkeit von seinen Erfahrungen und Erzählungen zu profitieren. Es war möglich ihm als „Experten in eigener Sache“ Fragen zum Thema Hörschädigung und seiner Kindheit zu stellen.

Die Familien hatten viel Spaß zusammen und es ergaben sich vielfältige Kontaktmöglichkeiten. Sowohl für die Kinder als auch für die Eltern war es schön zu sehen, dass es auch andere Kinder mit Hörschädigung gab ohne dass dieses Thema als belastend erlebt wurde. Es wurden viele Erfahrungen ausgetauscht und im gemeinsamen Spiel konnten die Familien eine unbeschwerte Zeit erleben.

Insgesamt war es ein sehr schönes Wochenende, es gab viel Spaß und Spiel, vielfältige Begegnungsmöglichkeiten auf allen Ebenen, leckeres Essen und die Freude andere Familien in einer ähnlichen Situation kennengelernt zu haben.

Ulrike Schaab
Interdisziplinäre Frühberatungsstelle Hören und Kommunikation


Wunderschöne Weihnachtskarten haben die Frühförderkinder gebastelt und verschickt.
Unsere Kooperationspartner*innen haben sich sehr darüber gefreut!


Sommerfest – gemeinsamer Start in die Sommerferien!

Unser diesjähriges Sommerfest fand am letzten Schultag statt, ein schöner Einstieg in die Sommerferien und in die Urlaubszeit! Bei schönem Wetter wurden auf dem Schulhof der SamS die Tische aufgestellt und sommerlich dekoriert, Girlanden aufgehängt, Spiele wurden vorbereitet und dann ging es los!

Die Familien brachten etwas für das Buffet mit, sodass wir ein buntes, vielfältiges Angebot hatten. Es begann ein buntes Treiben, zusammen Essen und Plaudern, sich Wiedersehen. Groß und Klein hatten großen Spaß beim „Bälle-Laufen“. Um es dem sommerlichen Temperaturen entsprechend zu gestalten, konnten die Kinder unterschiedliche Bälle aus dem Wasser fischen und mit großen und kleinen Löffeln die Bälle ins Ziel bringen. Eine weitere Attraktion war das Dosenwerfen. Die Kinder hatten soviel Spaß, dass sie immer weiter spielen wollten, sich selbst organisierten und die Dosen immer wieder mit voller Begeisterung aufstellten. Natürlich gab es nach den Spielen aus der Schatzkiste immer eine kleine Überraschung für die Kinder. Wer es etwas ruhiger mochte, konnte eine witzige Figur basteln oder ein Armband oder Kette mit bunten Perlen und den Namen einfädeln. Es wurde eifrig nach den Perlen mit den richtigen Buchstaben gesucht und sich gegenseitig dabei geholfen, so konnten alle ihren Namen „schreiben“.

Es war rundherum ein gelungenes Fest, die Eltern hatten eine schöne Auszeit und die Möglichkeiten, andere Eltern kennenzulernen oder wiederzusehen und sich auszutauschen. Einige konnten ihre gelernten Gebärden ausprobieren und kamen so in Kontakt mit gehörlosen Eltern. Es ist uns sehr wichtig ist, dass wir ein Miteinander finden und Feste und Treffen für alle barrierefrei sind, sich alle wohlfühlen und sich angesprochen fühlen.

Sandra Breser

Interdisziplinäre Frühberatungsstelle Hören und Kommunikation

an der Schule am Sommerhoffpark


Alles Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde – neues Gruppenangebot


Wir waren auf der Suche nach einem neuen Gruppenangebot, es sollte etwas Besonderes sein. So entwickelte sich die Idee, ein Angebot mit Tieren zu machen.
Den Kindern wollen wir etwas anbieten, was sie fördert und ihnen einen Zugang zu Tieren verschafft, der auf diese Weise im Alltag nicht möglich ist. Ziel unserer Frühförderarbeit ist es, dass die Kinder ihre Kompetenzen auf vielfältige Weise entfalten und ggf. ihre Beeinträchtigungen bestmöglich kompensieren können. Durch den Umgang mit den Tieren werden die Kinder ganzheitlich angesprochen.
Den Eltern wollen wir durch unsere Angebote Stärkung und Austausch bieten, mit der Behinderung ihres Kindes umzugehen und andere Familien mit ihren Kindern, die eine Hörbehinderung haben oder auch Eltern mit einer Hörbehinderung, kennenzulernen.
Wir wurden fündig und haben einen Reitstall in Langen gefunden, der Reittherapien anbietet und den Kindern viel Raum und Zeit gibt, die Ponys erstmal kennenzulernen, zu füttern, zu streicheln und zu striegeln. Die Pferdegruppe konnte dank der finanziellen Unterstützung der LEBERECHT-Stiftung durchgeführt werden, denn uns war es wichtig, dass dieses Angebot für die Familien kostenfrei ist und alle, die Interesse haben, daran teilnehmen können. Für viele Eltern würde dies eine große Hürde bedeuten, zumal ja noch die Fahrtkosten dazu kommen. Es handelte sich um ein exklusives Angebot für die Familien in einer kleinen Gruppe mit vier Kindern.
Wir haben die Ponys Daisy und Shrek kennengelernt. Wer mochte, durfte in Begleitung der Reittherapeutin reiten und mit den Ponys spazieren gehen. Im Umgang mit den Ponys konnten neue Erfahrungen und Kompetenzen entdeckt werden. Die Kinder erlebten ihre Selbstwirksamkeit. Die Interaktion mit den Tieren ließ die Kinder ruhig werden. Sie saßen ganz ruhig auf den Ponys und es förderte das Selbstvertrauen, es geschafft zu haben, die Ponys zu füttern, zu striegeln und sich auf das Pony zu setzen. Das waren wichtige Erfahrungen für die Kinder, die Eltern und auch für uns!
Die Reittherapeutin konnte das Angebot dann leider nicht mehr fortführen, so machten wir uns gleich wieder auf die Suche nach einem neuen Reitstall. Eins war uns klar, wir wollten auf jeden Fall weiterhin eine Pferde-Gruppe oder etwas Ähnliches mit Tieren anbieten.
Die Glückwiese in Sindlingen hieß uns willkommen und alle waren wieder begeistert von dem schönen Angebot und der Zeit mit den Tieren. Hier lernten die Kinder noch weitere Tiere kennen: Schafe, Ziegen, Schweine, Hühner und Kühe. Die Tierpflegerin erzählte uns zu den Tieren auch ihre Schicksale. Wir waren begeistert, wie wohl sich die Tiere in ihrem neuen Zuhause fühlen.
Nach der Besichtigung des Tiergeheges, war es soweit, alle waren gespannt, endlich die Ponys zu sehen und zu reiten! Zunächst wurden die Ponys vorgestellt: Prinz, Elsa und Lucky. Die Kinder hatten sich ihre Ponys ausgesucht und dann wurden sie erstmal gestriegelt und gestreichelt. Alle Kinder trauten sich gleich auf die Ponys und sie durften geführt auf den Ponys einen Parcours durchlaufen. Es ging nicht darum, reiten zu lernen. Vielmehr haben die Kinder wieder einen Raum erhalten für ihre persönliche Entwicklung, sie durften sich ausprobieren und ihre Fähigkeiten entfalten. Durch Begleitung und Anleitung haben die Kinder ihre eigenen Stärken und ihren Selbstwert ohne Druck und ohne Vergleiche mit anderen erfahren. Fernab vom Alltag konnten die Eltern mit ihren Kindern die Tiere kennenlernen. Es war wieder eine sehr beeindruckende Zeit, wie die Kinder anfängliche Ängste vor den Tieren überwunden haben und voller Stolz geritten sind.
Wir hoffen, dass wir dieses Angebot weiter anbieten können, denn es macht allen viel Spaß und dies ist die Grundlage, damit Lernerfahrungen im motorischen, emotionalen und sprachlichen Bereich stattfinden können. Das wird bei diesem Angebot ganz individuell, auf eine ganz neue Weise, gefördert.
Sandra Breser
Interdisziplinäre Frühberatungsstelle Hören und Kommunikation
an der Schule am Sommerhoffpark