Vorbeugende Maßnahmen

Für Schulen: Datenerfassung LUSD

Damit die Vorbeugenden Maßnahmen durchgeführt werden können, ist es notwendig, diese im Bereich „Sonderpädagogische Förderung“ in die LuSD einzupflegen. Um Ihnen diese Arbeit zu erleichtern, stellen wir Ihnen hier eine Anleitung zum Erfassen der Daten zur Verfügung. 


Wer sind wir?

Wir sind ein Team von derzeit 17 Hörgeschädigtenpädagogen und -pädagoginnen, die als Beratungslehrkräfte im Rahmen der Vorbeugenden Maßnahmen von Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigung an allgemeinen Schulen zurzeit über 470 betroffene Kinder und Jugendliche, deren Schulen und Eltern beraten.

 

Welche Schüler können in die "Vorbeugenden Maßnahmen" aufgenommen werden?

Jeder Schüler, jede Schülerin hat das Recht, an der für ihn / sie zuständigen wohnortnahen Schule gefördert und beraten zu werden – auch Kinder mit Hörbeeinträchtigungen. Dieses Angebot ist stark nachgefragt und kann ab der Vorklasse bis zum Abschluss der Berufs­schule in Anspruch genommen werden.

In unsere Vorbeugenden Maßnahmen werden Schüler aufgenommen…

  • mit nachgewiesener Hörschädigung
  • mit nachgewiesenen starken Beeinträchtigungen durch eine Auditive Verarbei­tungs- und Wahr­neh­mungsstörung (kurz: AVWS)
  • deren Eltern gehörlos oder schwerhörig sind (CODAs)
  • mit weiteren Beeinträchtigungen, die an anderen Förderschulen oder -zentren be­schul­t werden
  • und eine nachgewiesene Hörschädigung haben


Unsere Aufgaben

Wir fahren im Raum Frankfurt und Südhessen an Grundschulen, Haupt- und Realschulen,  Gymnasien, Berufsschulen und anderen Förderschulen.
Die Aufgabe der Beratungs­lehr­kraft des üBFZ Hören Frankfurt ist es...

  • Schülerinnen und Schüler
  • Lehrer
  • Eltern
  • Schulleitung
  • Schulaufsicht

im Hinblick auf die Hörschädigung des Schülers / der Schülerin oder der Eltern zu beraten und die Kooperation zwischen allen Beteiligten und weiteren Fachkräften zu unterstützen.
Die Inhalte und der Umfang der Beratung zur Förderung orientieren sich an den persönlichen Bedingungen der Schülerinnen und Schüler sowie den oft sehr unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort.

Dabei geht es um…

  • Aufklärung zur Hörschädigung und ihre Auswirkung in alle Lebensbereiche des Kindes
  • Beratung im Umgang mit Hörhilfen (Hörgeräten, CIs), technischen Hilfsmitteln (Übertragungsanlagen)
  • Tipps zur Kommunikation sowie pädagogische / methodisch-didaktische Hinweise die spezielle Beeinträchtigung betreffend
  • Empfehlungen zum Nachteilsausgleich und rechtlichen Grundlagen zur sonderpädagogischen Förderung
  • und der raumakustischen Ausstattung
  • Beratung und Unterstützung der Eltern in schulischen und persönlichen Fragen sowie bei der
    • Auswahl der geeigneten Schule
    • Beratung bei Übergängen in andere Schulformen
    • Beratung bei der Entscheidung für/gegen Teilhabeassistenzen, Schulbegleiter oder Schwerbehindertenausweise
    • Fortbildungen oder Informationsveranstaltungen zum Thema „Hören – Hörschädigung – Unterricht“

Eine regelmäßige unterrichtliche Förderung der Schüler ist aufgrund unserer stark begrenzten personellen Möglichkeiten und der Vielzahl an zu betreuenden Schüler nicht möglich!!!

 

Ziele unserer Arbeit

Das Ziel der Vorbeugenden Maßnahmen ist die Unterstützung einer positiven schulischen, sozialen und persönlichen Gesamtentwicklung. Dazu gehört die Akzeptanz der Hörschädigung, der selbstverständliche Umgang aller Beteiligten mit der Beeinträchtigung, der dazugehörigen Technik und den Betroffenen selbst.
Durch eine enge Vernetzung mit Selbsthilfe- oder Elternverbänden, sowie Jugendgruppen, haben alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, andere Regelschüler und –schülerinnen mit Hörschädigung kennenzulernen.
In der Identitätsarbeit ist es ein wichtiger Punkt, dass sich Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigung untereinander treffen, sich unter Gleichgesinnten austauschen und gemeinsam Spaß haben.

 

Wie kann man in die Vorbeugenden Maßnahmen aufgenommen werden?

Kinder mit Hörschädigung, die allgemeine Schulen oder andere Förderschulen besuchen, können uns jederzeit gemeldet werden. Entweder von den Eltern, der Schule, den Akustikern, HNO-Ärzten oder -Kliniken. Wenn das Meldeformular bei uns eingegangen ist, schicken wir den Eltern den Aufnahmeantrag zu. Erst wenn dieser komplett an uns zurück geschickt wird, kann eine Aufnahme erfolgen.

Meldeformular für hörgeschädigte Schüler
Meldeformular für Schüler mit AVWS
Meldeformular für Schüler, deren Eltern hörgeschädigt sind


Sie können uns jedoch auch eine E-Mail voma@ssp-ffm.de schreiben oder sich telefonisch unter 069-24268628 melden.